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Branche · Gesundheit und Medizin

Raumdruckregelung in Krankenhaus, OP und Apotheke

Krankenhäuser, OP-Räume und Apotheken mit Reinraum-Herstellung: Druckstufen zwischen OP, Schleuse und Flur müssen stabil bleiben, obwohl Aufzüge, Publikumsverkehr und Anbauten den Hausnullpunkt ständig stören.

Leerer Krankenhausflur mit Türen zu Behandlungsräumen – typischer Bereich, in dem die Raumdruckregelung Druckstufen zwischen Fluren, OP und Isolierzimmern hält
Symbolbild: Krankenhausflur · Foto: Tasha Kostyuk/Unsplash
Kurz gesagt

In Kliniken halten OP, Schleuse und Flur gestaffelte Überdrücke, typisch in Stufen von 5 Pa. Aufzüge, Publikumsverkehr, Abluft und Anbauten verschieben dabei jeden Bezugspunkt im Gebäude.

Ein Referenznullpunkt außen an der Fassade gibt allen Druckregelungen einen gemeinsamen, ruhigen Bezug. Der HaNu 2009 gleicht dort den Wind aus und heizt unter +3,0 °C gegen Vereisung.

Warum ist die Raumdruckregelung in Krankenhäusern so störanfällig?

Die Planung und der Betrieb von Druckregelsystemen in Krankenhäusern ist mit erheblichem Aufwand verbunden. Störgrößen wie der hohe Patienten- und Besucherverkehr, der Betrieb von Aufzugsschächten sowie Luft- und Filteranlagen in Laboren, Operationssälen oder Intensivstationen führen regelmäßig dazu, dass der Luftdruck im Gebäude so stark schwankt, dass der sichere Betrieb der sterilen Bereiche gefährdet sein kann.

Hinzu kommt, dass Erweiterungsbauten oder die Integration umliegender Bestandsgebäude die bestehenden Systeme schwächen können. Die unterschiedlichen Druckverhältnisse in den einzelnen Gebäudeteilen lassen sich nicht aufeinander abstimmen; es kommt zu unkontrolliertem Luftaustausch in den Verbindungswegen und im Lüftungssystem. Eine stabile Raumdruckregelung ist dann nicht mehr gewährleistet.

Die Vielzahl unterschiedlicher Anforderungs- und Nutzungsprofile in einem Krankenhaus macht die Raumdruckregelung störungsanfällig. Ohne stabile Referenzgröße ist sie nur schwer zu kontrollieren. Mit unseren Referenznullpunkten bieten wir Ihnen eine schnelle und unkomplizierte Lösung, um Druckschwankungen im Krankenhausbetrieb dauerhaft zu vermeiden.

Was bedeutet das für OP-Räume und Reinraum-Apotheken?

Druckschwankungen in OP-Räumen

Eine funktionierende HLK-Steuerung und Raumdruckregelung ist zwingend erforderlich, um die Sterilität von Operationsräumen sicherzustellen. Die Druckregeltechnik ist damit ein entscheidender Baustein für die Reinraumeigenschaften eines OP. Ist die Raumdruckregelung gestört, ist auch die Patientengesundheit gefährdet.

Darüber hinaus verursacht ein ungünstiger Betrieb von OP-Räumen hohe Kosten und eine zusätzliche Umweltbelastung durch unnötigen Energieverbrauch des Lüftungssystems.

Optimierte Raumdruckregelung für Apotheken

In Deutschland gibt es rund 500 öffentliche Apotheken und Krankenhausapotheken, die in Reinräumen Medikamente, Infusionen oder Injektionen für die Krebsbehandlung herstellen. Hohe hygienische und sicherheitstechnische Schutzmaßnahmen haben hier Priorität. Diese Reinräume sind, ähnlich wie ein OP-Saal, ausschließlich über Personalschleusen zu betreten und müssen hinsichtlich Partikelkonzentration, Druck, Luftfeuchtigkeit und Temperatur permanent und störungsfrei geregelt werden.

Gerade hier findet unser System als Referenznullpunkt Anwendung und sichert einen optimierten und sicheren Betrieb.

Was leistet der HaNu 2009 im Klinikbetrieb?

Mit unseren Geräten betreiben Sie Ihre Druckregeltechnik zuverlässig. Der HaNu 2009 arbeitet witterungsunabhängig und infiltrationssicher. Durch kurze Montagezeiten lässt er sich in bestehende oder neu geplante RLT-Anlagen integrieren. Risiken wie die Kontamination von Reinräumen oder Schwankungen in Druckbereichen werden nahezu vollständig ausgeschlossen.

Die Charité – Universitätsmedizin Berlin hat den Referenznullpunkt der HaNu Manufaktur für ein neues Bauvorhaben angefragt. Mehr dazu im Praxisbeitrag Druckschwankungen in Krankenhäusern; zur Hygiene im Reinraum siehe Hygienerisiko im Reinraum.

Häufige Fragen

Warum genügt ein Referenzpunkt im Klinikgebäude oft nicht?

Weil er im Gebäudedruck liegt. Aufzüge, Besucherverkehr, Abluft von Laboren und Operationssälen sowie Anbauten verschieben diesen Druck ständig.

Alle Druckregelungen, die gegen diesen Punkt messen, reagieren dann gleichzeitig – obwohl sich in den Räumen nichts ändert. Außen an der Fassade wirken diese Störquellen nicht; dort bleibt nur der Wind, den der HaNu 2009 ausgleicht.

Lässt sich eine bestehende Klinik nachrüsten?

Ja. Der HaNu 2009 passt an alle Fassadentypen und wird an die vorhandene Referenzdruckleitung angeschlossen. Für den Wanddurchbruch genügt eine Bohrung von mindestens 22 mm.

Die Heizung wird über ein Steckernetzteil an einer 230-V-Steckdose oder ein 24-V-DC-Hutschienennetzteil versorgt. Vor der Inbetriebnahme wird die Leitung abgedrückt.

Wie erreicht der Referenzdruck alle Stationen?

Über eine Referenzdruckleitung aus 10-mm-Schlauch, die über T-Verbinder 10-6-10 zu den Messumformern abzweigt. Die Leitung muss absolut dicht sein und wird vor der Inbetriebnahme abgedrückt.

Bei An- und Erweiterungsbauten können mehrere Geräte an den Fassaden über eine Ringleitung verbunden werden. So beziehen sich alle Gebäudeteile auf denselben Außendruck.

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